Gruppe motivierter Mitarbeiter

15 ultimative Tipps zur Mitarbeitermotivation

Wollen Chefs oder Teamleiter Mitarbeiter zu Höchstleistungen motivieren, müssen sie mit dieser Aufgabe immer bei sich selbst beginnen. Gute Motivation braucht einen guten Motivator. Der muss zuallererst einiges mitbringen. Nachfolgend eine Liste der Top 15 Kriterien, wie Sie Ihre Mitarbeiter motivieren und deren Eigenleistung erheblich steigern können. Im einzelnen Funktionieren die Kriterien schon ganz gut, doch erst wenn die richtigen Faktoren kombiniert werden, erreichen Ihre Angestellten Spitzenleistungen:

1. Vorbildfunktion übernehmen

Wasser predigen und Wein trinken – das hat noch nie zu großem Rückhalt oder Akzeptanz geführt.

Wer andere zu einem bestimmten Verhalten bewegen will, muss es selbst vorleben. Chefs oder Vorgesetzte stehen immer unter besonderer Beobachtung durch die Mitarbeiter. Ein tadelloses vorbildliches Verhalten wird zwar nicht automatisch zum Selbstläufer bei der Mitarbeitermotivation. Aber: Umgekehrt zerstören eigene Unzulänglichkeiten bei den Mitarbeitern sofort jede Bereitschaft, noch irgendwo ernsthaft mitzuziehen.

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2. Kontinuität für Mitarbeiter

Jeder Chef braucht klare Standpunkte und eine eindeutige Linie, bevor er vor seine Mitarbeiter tritt.

Dann einmal hü und einmal hott zu sagen, verwirrt die Mitarbeiter nur. Ihre Motivation verträgt keine Sprunghaftigkeit, sondern braucht einen Fixpunkt, auf den Verlass ist. Zeigen Sie eine klare Linie und bleiben sie dieser treu.

3. Zuversichtlichkeit ausstrahlen

Zu dieser Verlässlichkeit gehört genauso eine selbstsichere, zuversichtliche Ausstrahlung. Ein erfolgreicher Motivator muss immer die volle Überzeugung vermitteln, dass sein Weg und seine Ideen funktionieren werden und das gesamte Team oder die Belegschaft zum Ziel führen.

4. Vertrauen gewinnen

Ohne Vertrauen in das Leistungsvermögen der Mitarbeiter funktioniert ihre Motivation nicht.

Ständige Kontrolle verursacht hohen Druck. Mitarbeiter werden verunsichert und die Leader sind mehr mit ihren Überwachungsmaßnahmen beschäftigt als mit der Mitarbeiterführung oder -motivation. Umgekehrt spüren Mitarbeiter durch Freiheiten und Vertrauen Wertschätzung. Diese Wertschätzung allein erschafft bereits eine hohe Motivation.

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5. Empathie zeigen (und leben)

Mitarbeiter oder Untergebene sind zuallererst Menschen. Die haben bekanntermaßen oft Sorgen und Nöte in ihrem Leben. Rücksichtnahme darauf, aber auch persönliche Aufmerksamkeit dazu motivieren – die Betroffenen und ebenso andere Mitarbeiter, die diese Empathie bemerken oder von ihr hören.

Mit diesen Big Five beginnt jede wirksame Mitarbeitermotivation. Sie sind das Startkapital für jeden Motivator, auf dem danach aufgebaut wird. Dabei gehört die Aufmerksamkeit zunächst einem ganz wichtigen Faktor bei jedem Arbeitsverhältnis: dem lieben Geld.

 

6. Bonuszahlungen als Motivation

Lange Jahre galten Bonuszahlungen als das Motivationswerkzeug schlechthin, um Mitarbeiter zu vollem Einsatz anzutreiben. Aber schon länger melden sich kritische Stimmen, die dabei höchstens eine oberflächliche Motivation erkennen.

Sie ist besonders auf bestimmte Stichtage und die Bonusvoraussetzungen fokussiert – nie auf Team- oder Unternehmensziele, die Sache an sich. Zudem wurden Boni oft so gestaltet, dass sie neben dem Fixgehalt unverzichtbar waren, um auf ein angemessenes Salär zu kommen. Ein kleiner fester Gehaltsanteil musste mit reichlich Bonuszahlungen aufgefüllt werden. In der Wahrnehmung des Mitarbeiters bedeutet das: Sie trauen mir wenig zu, zahlen mir deswegen nur ein Minimum und den Rest muss ich erst erarbeiten. Das kann keinen Mitarbeiter wirklich motivieren.

 

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Dabei sind Bonuszahlungen Motivatoren! Sie wirken nicht nur am Fließband als Belohnung für Akkordarbeit. Sie wirken genauso in jedem anderen Arbeitsbereich, wenn sie on top für sehr gute Leistungen, besondere Zielerreichungen oder innovative Ideen für die Geschäftsprozesse gezahlt werden. Dann bekommen Boni den Charakter echter Anerkennung, die den Empfänger und andere motiviert, etwas Außergewöhnliches zu leisten.

7. Wertschätzung ist unbezahlbar für Mitarbeiter

Dennoch gerät diese spezielle Ausdrucksform der Wertschätzung in Unternehmen schnell zur Massenabfertigung. Damit verliert sie dann wieder viel von ihrem motivierenden Wert. Jeder verdient zweifellos gern Geld und noch lieber mehr Geld. Aber nahezu jeder schätzt etwas Anderes wesentlich mehr: persönliche Anerkennung und Lob.

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Besonders wirksam in puncto Motivation – individuell und allgemein – gerät dieses Lob, wenn es öffentlich ausgesprochen wird und nicht nur unter vier Augen.

Die öffentliche Anerkennung kann sogar zum Ritual – zum Beispiel in Meetings – werden. Sie wirkt umso effektiver, wenn sie nicht nur auf geschäftsbezogene Ergebnisse begrenzt bleibt. Die zusätzliche Anerkennung von Soft Skills – besondere Hilfsbereitschaft zum Beispiel – kann Impulse in der Mitarbeitermotivation geben, sich über Zahlen und Ziele hinaus zu engagieren und das große Ganze mit einer menschlichen Komponente voranzubringen.

8. Das große Ganze: Sinn und Ziele

Gute Mitarbeitermotivation braucht immer Ziele. Für gewöhnlich gibt sie die Unternehmensführung vor.

Einzelne Bereichsleiter definieren zusätzliche Teil- oder Unterziele. Mitarbeiter müssen sich damit nicht unbedingt identifizieren. Das ändert sich komplett, wenn sie die in die Zielfindung eingebunden werden. Diese Beteiligung macht die Ziele auch zu den Zielen der Mitarbeiter und motiviert sie, engagiert daran zu arbeiten.

Do something Great

Alle Mitarbeiter verfolgen dazu ganz persönliche Ziele oder Träume. Es lohnt sich, diese Wünsche kennenzulernen. Unternehmen oder Verantwortliche können Sie eng mit der Arbeit verbinden und gemeinsam mit den Mitarbeitern Karrierepläne entwickeln, die die Erreichung dieser Ziele in greifbare Nähe rückt. Damit erhält die tägliche Arbeit einen wertvollen, motivierenden persönlichen Sinn.

9. Talentförderung

Ein individueller Karriereplan mit verschiedenen Möglichkeiten für die Mitarbeiter, sich weiterzuentwickeln, wirkt für sich schon als Mitarbeitermotivation. Die Botschaft dahinter ist mehr als positiv: Euer Unternehmen glaubt an euch und investiert deswegen sogar laufend in euch.

Talentförderung und Mitarbeitermotivation

 

10. Freiräume und Work-Life-Balance

Wo diese Weiterentwicklung mit Lernen verbunden ist, sollten die Mitarbeiter vom Unternehmen die notwendige Zeit und andere Ressourcen zu ihrer Unterstützung erhalten. Generell wirken Zugeständnisse bei der flexiblen Gestaltung der Arbeitszeit immer motivierend. Sie bilden einen weiteren Vertrauensbeweis und setzen kreatives Potenzial frei. Zu diesem Komplex gehört dann noch, ein Homeoffice oder Teilzeit anzubieten, wo es irgend möglich ist.

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Zusammen öffnen diese Maßnahmen einen Weg zu der von vielen gewünschten ausgewogenen Work-Life-Balance. Diese ist nur erreichbar, wenn die Mitarbeiter dabei auch die Freiheit erhalten, selbst das Gleichgewicht von Arbeit und Leben festzulegen oder immer wieder anzupassen.

In dieser Richtung herrscht bei Mitarbeitern und umworbenen Talenten bereits eine hohe Erwartungshaltung.

Unternehmen mussten sich dieser schon länger anpassen. Damit besitzen flexible Arbeitszeitmodelle und Co. vielleicht keinen außergewöhnlichen Charakter mehr, bleiben aber trotzdem eines der zentralen Mittel zur Mitarbeitermotivation.

11. Unternehmerisches Denken für Angestellte

Mitarbeiter fragen Freiheit und Flexibilität verstärkt noch in weiteren Bereichen nach – beispielsweise bei der Mitsprache oder sogar der Entscheidungsgewalt im Tagesgeschäft. Wo Chefs diese Möglichkeiten einräumen, zeigen sie Vertrauen, das wiederum Vertrauen und Leistungsbereitschaft bei den Mitarbeitern erzeugt.

Hier besteht zudem die Chance, Mitarbeiter zu Unternehmern im eigenen Unternehmen zu machen.

Dazu benötigen sie nur wenig Hilfestellung, die ihnen die Denk- und Sichtweisen von Teamleitung oder der Führungsetage eröffnet. So werden sie zu unternehmerischem Denken hingeführt. Dadurch stärkt sich ihre Kompetenz für verantwortungsbewusste Entscheidungen im Rahmen neuer Freiräume. Zugleich wächst die Bindung zwischen Mitarbeitern und Unternehmen und damit die Bereitschaft, sich voll für das Unternehmen einzusetzen.

12. Guter Rat ist teuer (aber wertvoll)

Unter diesem Aspekt muss jede Unternehmensführung genauso daran interessiert sein, die Meinung oder andere Eindrücke ihrer Mitarbeiter abzufragen. Regelmäßige Gespräche oder Umfragen, die ein Feedback der Mitarbeiter einsammeln, liefern Erkenntnisse zum Unternehmenszustand oder -potenzial wie sie keine betriebswirtschaftliche Kennzahl ausdrücken könnte.

Es zahlt sich außerdem unter Motivationsaspekten aus, auf die Meinungen und den Rat der Mitarbeiter zu hören.

13. Kritik muss möglich sein

Hierzu muss ein Klima geschaffen werden, indem Mitarbeiter sich trauen, Kritik zu üben. Selbstverständlich wird es regelmäßig Anlässe geben, umgekehrt Mitarbeiter kritisieren zu müssen. Diese Kritik braucht aber stets einen konstruktiven Ansatz, wenn sie nicht demotivieren, sondern sogar fördern soll.

Work Harder!

Mitarbeiter müssen ausdrücklich erfahren, dass sie Fehler machen dürfen. Fehler sind Entwicklungsschritte, die den Einzelnen und das Unternehmen voranbringen, selbst wenn sie kurzzeitig durch notwendige Korrekturen behindern. Entsteht erst Angst, Fehler zu machen, können die Mitarbeiter das volle Potenzial der ihnen geschenkten Freiheiten kaum ausschöpfen. Aus Vorsicht bleiben sie hinter ihren Möglichkeiten zurück und alle vorher investierten Bemühungen zur Mitarbeitermotivation ereilt das gleiche Schicksal.

14. Lob – Teil II

Bei gut motivierten Mitarbeitern wird es sowieso eher mehr Anlässe zum Loben als für Kritik geben. Lob muss in jedem Fall sein, um Mitarbeiter zu motivieren. Gute Leistungen dürfen nicht als selbstverständlich betrachtet werden. Ansonsten entsteht zudem leicht der Eindruck, dass mehr auf Fehler gelauert wird, um zu kritisieren, anstatt all die vielen anderen Dinge anzuerkennen, die wirklich gut laufen.

Wirkungsvolles Lob muss sich zugleich immer etwas rar machen.

Inflationärer Gebrauch nimmt ihm seine motivierende Wirkung. Das Lob darf sich gern in verschiedenen Gestalten zeigen. Es muss keinesfalls immer ausgesprochen werden. Ein kleines Präsent als anerkennende Geste oder eine Essenseinladung für das ganze Team nach erfolgreicher Arbeit wirken als Abwechslung oder Überraschung sogar oft effektiver für die Mitarbeitermotivation.

15. Erlebnisse für Mitarbeiter schaffen

Diese Essenseinladung ist nur der Anfang zu weiterer Mitarbeitermotivation durch besondere Erlebnisse, die die Unternehmenszugehörigkeit einzigartig machen: Konzertkarten oder Einladungen zu anderen Events und eigene Veranstaltungen für einzelne Teams oder die ganze Belegschaft.

Es muss nicht immer teures Spektakel sein. Schon einfache Ideen können viel Spaß, Erinnerungswerte, Teambuilding und Mitarbeiterbindung schaffen.

Derartige Erlebnisse und Events bilden einen weiteren Weg, Routinen und Strukturen der Arbeit aufzubrechen. Das ist der Kern erfolgreicher Mitarbeitermotivation. Sie beschränkt sich schon lange nicht mehr nur auf Botschaften oder Bonuszahlungen an die Mitarbeiter, sondern erfasst strukturell vielmehr alle Ebenen der Arbeit. Das verknüpft sie eng mit der gesamten Unternehmenskultur und der Arbeitsweise im Unternehmen, die sich beide ebenso wandeln müssen, um Mitarbeitern ein ansprechendes, motivierendes Umfeld zu bieten.

 

“If everyone is moving forward together, then success takes care of itself.”

– Henry Ford